3. Gothic Tales Convention

Es ist vollbracht!

Vom 27. bis 30. August hat die Binderburg in Jena wieder ihre Tore für ein ganz spezielles Klientel geöffnet. Rollenspieler jeder Güte fanden sich auf dem Gelände der Neogotik-Villa ein. Die ersten Besucher der Convention trafen schon vor der offiziellen Eröffnung ein und es wurde sofort mit angepackt: Zelte, Pavillons, Käfige mit Tarps und weitere Spielorte wurden auf dem Gelände hochgezogen.

Gelände

Auftakt

Am Donnerstag wurde durch den Organisator Dietrich Neubert eine kleine Willkommensrunde für alle Wochenendgäste eröffnet. Ein guter Einstieg, um auch die vielen neuen Gesichter kennenzulernen, die zum ersten Mal die Convention besuchen. Getränke- und Essensmarken wurden verteilt, Verhaltensregeln vorgelesen und das neue Erzspiel erklärt.

Taverne Zur Toten Harpye

Apropos Getränke! Dieses Jahr öffnete auch die Taverne „Zur toten Harpye“ ihre Tür für alle durstigen Gäste. Gothic-Cocktails aus dem offiziellen Kochbuch, Bier, aber auch kleine Gimmicks wurden hier angeboten. Um den gemeinsamen Umtrunk natürlich nicht auf nüchternen Magen zu beginnen, wurde vorher gut gegessen. Als Partner der Convention trat hier ONEPOT Jena auf den Plan und mimte den Koch Snaf mit allerlei Gerichten, die an bekannte Gothic-Nahrungsmittel angelehnt waren. Natürlich durfte auch das Fleischwanzen-Ragout à la Snaf nicht fehlen!

Das Spiel ums Erz

Kommen wir zu der ersten großen Neuerung der Convention: dem Erzspiel. Jedem Spieler und Spielleiter der Convention wurde Erz ausgezahlt. Das Team der Gothic Tales Con hat sich hier natürlich in wahrhafte Unkosten gestürzt! Über 300 Erz gab es insgesamt auf dem ganzen Gelände verteilt. Dieses konnte genutzt werden, um innerhalb der Runden den Spielleiter zu bestechen, sich bei den vor Ort auftretenden Waffenknechten Skillpoints zu kaufen, in der neuen PvE-Arena anzutreten, untereinander Tauschgeschäfte abzuhalten oder einfach kleine Gefälligkeiten einzufordern (Bier für andere Spieler zu holen war ein sehr lukratives Geschäft!). Aber auch das Erfüllen von Quests hat hier und da ein paar Erzbrocken eingebracht. In der Taverne fand man einige Questausschreibungen, aber auch im Sektenlager konnte man durch genaues Zuhören und Nachfragen einige Quests zur Erledigung erhalten.

LARP & Waffenknechte

Wie gerade schon erwähnt, befanden sich auch etliche Nicht-Spieler-Charaktere (böse Zungen würden sie NPCs nennen) auf dem Gelände der Binderburg. Hier noch einmal namentlich erwähnt: die Waffenknechte Jena (USV Jena), die mit ihrer Truppe Schaukampfvorführungen abhielten, Wurfwaffentraining mit Wurfmessern anboten oder einfach nur ein offenes Ohr zum Fachsimpeln über Geschichte hatten. Des Weiteren hat die LARP-Gruppe „Reiche am Myrtanischen Meer“ auch in diesem Jahr wieder das Sektenlager dargestellt. In authentischen Rüstungen aus Fellen, Metall und Stoff haben sie sich elegant über das Gelände bewegt und ihren Rollen mehr als nur Ehre gemacht.

Convention Shop

Sein Geld wurde man auf jeden Fall los! Der Statthalter Guido wusste schon ganz genau, was er tat, und ließ seinen Miniaturenshop durch seinen Handelspartner Aramil (Aramils Crafting Place) betreuen. Auch wenn dieser zu faul dazu war und lieber den anderen Besuchern Erz bot, um auf den Stand aufzupassen. Hier konnte man nebst den Minifiguren der letzten Jahre dieses Jahr auch vier brandneue Minis kaufen: zwei Orkvarianten, einen Minecrawler-Krieger und seine dazu passende Königin. Aber nicht nur Miniaturen waren zum Verkauf gedacht. Aramil selbst hat seine Würfel mitgebracht. Denn was wäre ein Pen-&-Paper-Event ohne Würfel?

Miniaturen bemalen

Damit die Miniaturen aber nicht langweilig grau blieben, bot auch hier das Sektenlager einen Malworkshop an, bei dem sich jeder Besucher dazusetzen und einfach mal drauf los malen durfte. Man kann es nicht anders ausdrücken: Hier sind einige wirkliche Kunstwerke entstanden!

Pen & Paper

Kommen wir zu dem, weshalb die Leute überhaupt nach Jena gefahren sind: dem Rollenspiel! Egal ob in Gewandung oder einfach als Zivilist, von den Gästen wurden von Freitag bis Sonntag ganztägig Spielrunden mit den unterschiedlichsten Systemen abgehalten. Nicht nur Gothic Tales war hier vertreten: Call of Cthulhu, DnD und weitere Systeme haben hier ihren Platz und ihre Spieler gefunden. An sieben Orten auf dem Gelände, die alle einen passenden Namen wie Gomez’ Pavillon, Lees Höhle oder Xardas’ Turm hatten, konnten sich Spieler und Zuschauer einfinden, an den Runden teilnehmen oder einfach nur dem Chaos lauschen.

Als Teil dieses Berichtes sagen wir noch einmal Danke an jeden, der hier Runden leitet! Ohne euch wäre die Gothic Tales Convention nicht das, was sie heute ist.

Die Show

Aber nicht nur dem Rollenspiel konnte man während des Wochenendes frönen. Am Samstag öffnete die Binderburg für alle ihre Tore, denn der Samstag bot auch den Showabend – von vielen lange antizipiert und immer wieder ein Genuss für Auge und Ohr! Statthalter Guido und Hofschreier Tobias von den Waffenknechten eröffneten den Abend. Uns wurden Helme präsentiert, die dem Träger vollen Schutz bieten, aber dennoch die Sicht nicht blockieren, Einweg-Bumerangs und allerlei Zwischenrufe, die der Hofschreier professionell mit blöden Antworten konterte! Die Waffenknechte boten erneut ihre Kampfkünste zur Schau und haben sich in guter Gothic-Manier „volles Pfund aufs Maul“ gehauen, bevor sie an den nächsten aufstrebenden Künstler des Musikhimmels weitergaben: Der Barde Tim gab eigens geschriebene Lieder zum Besten und verzauberte damit allen Anwesenden den Abend. Darauffolgend gab es lyrische Kunst: Das Poetry-Slam-Duo „Kraut und Rüben“, auch bekannt als Lowis und Lukas, brachte mit seinen Texten zum Nerdtum die Menge zum Lachen oder zustimmenden Schmunzeln.